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Samstag, 21. März 2015

Grundlegende Überlebenstipps

Grundlegende Überlebensstrategien
Es könnte immer einmal sein, dass man in eine Notfallsituation kommt. Hierbei nehm ich folgendes Beispiel: Ich nehme einmal an, dass man sich bei einer Wandertour verlaufen hat. Als erstes, sollte man Ruhe bewahren und einfach mal stehen bleiben. Die meisten Leute rennen panisch los und wollen es nicht war haben, dass man sich verlaufen hat. Bei diesem panischem durch die Gegend gerenne verläuft man sich allerdings noch mehr als man sich schon verlaufen hat. Nun sollte man die Situation so gut wie möglich einschätzen. Folgende fragen sollte man sich stellen: Wie lange laufe ich schon verirrt herum? Gibt es vielleicht irgendwelche Zivilisation in der Umgebung? Was für Ausrüstung habe ich? Kann ich vielleicht den Weg mit Markanten Stellen wie z.B. ein Fluss oder eine Hügelkette zurück gehen? Alles fragen, die helfen die Situation einzusätzen.
Wenn man diese Fragen alle beantwortet hat, gilt es den richtigen Weg zu finden. Hat man eine Karte oder Kompass (oder am besten beides) lässt sich der Weg gut finden. Hierbei müssen sie sich zurück erinnern. Vielleicht haben sie sich markante Punkte gemerkt und sie sehen diese Punkte noch immer. Vielleicht ist auch ein Flusslauf neben ihnen, der sie bisslang begeleitet hat. Vielleicht habe sie auch in Handy dabei. Die heutigen Smartphones verfügen über GPS und Internetanschluss, dass sehr hilfreich sein kann. Tipps zur Orientierung bzw. zum Bestimmen der Himmelsrichtungen gibt es unten.

Könne sie diese Punkte allerdings nicht finden oder der Akku des Handys ist leer oder sie habe keinen Empfang, geht es jetzt mit dem halbwegs richtigem "Survival" los. Gehen sie am besten immer bergab, denn dort ist es sehr wahrscheinlich, dass sie auf Menschen treffen. Die meisten Menschen leben in Tälern. Wenn sie einen Fluss finden, gehen sie immer der Fließrichtung nach. Jedes Gewässer fliest immer in ein Größeres und die meisten Menschen leben an Flüssen oder an der Küste. Außerdem sollten sie vor ihrem Aufbruch irgendwelche Spuren hinterlassen wie z.B. Äste in Form eines Pfeils. Wenn jemand nach ihnen sucht, weis man in welche Richtung sie gelaufen sind und die Warscheinlichkeit ist höher das sie gefunden werden.

Haben sie den richtigen Richtung eingeschlagen, geht es nun um das leibliche Wohl. Die meisten Leute nehmen natürlich Essen und Trinken mit, dass im Normalfall auch reicht. Ist man aber einmal länger in einer Notfallsituation muss man sich Wasser oder Nahrung aus der Natur besorgen. In dem Bereich der Nahrung bietet die Natur ein breites Spektrum an Nahrungsmitteln. Man sollte allerdings wissen was man essen kann und was nicht. In einer ernsten Situation ist das Ekelempfinden nicht so wichtig und muss, wenn nötig überwunden werden. Neben Pflanzen gibt es auch Tiere, die gejagt werden können. Beim Jagen sollten allerdings die Ökologischen Anforderungen betrachtet werden, daher sollte man keine gefärdeten Tiere jagen. In einer ausreichenden Zahl vorhanden sind z.B. Insekten. Hier sollten sie Insekten meiden die giftig sind. Daher sollte man etwa keine Insekten essen, die auffällige Farben haben, denn diese Tiere sind meistens Giftig. Maden sind z.B. sehr nahhaft. Hier sollten sie in toten Bäumen bzw. toten Holz suchen. Des Weiteren gibt es die Möglichkeit Heuschrecken zu essen. Wenn sie erst einmal welche finden, sollten sie diese erst einmal mit einem Schlag (z.B. ein Ast) betäuben. Dann können sie den Kopf greifen und ihn zusammen mit den Innereien entfernen. Zuletzt sollten sie das Tier auf einem Stock aufspießen. Das verhindert, dass das Insekt sich noch weg bewegen kann und so ist es auch leichter zu transportieren bzw. es zu garen.
Bei den Pflanzen sollten sie jene meiden, die einen milchigen Saft aufweisen und jene die scharf oder bitter schmecken. Sind sie sich nicht sicher ob eine Pflanze essbar ist, probieren sie erst ein kleines Stück. Treten nach einiger Zeit keine Beschwerden auf, können sie ein größeres Stück probieren. Treten nach einer weiteren Weile keine Beschwerden auf, können sie die Menge wieder steigern. Gibt es allerdings starke Beschwerden, dann muss das Erbrechen erzwungen werden (z.B. Finger in den Halz stecken).

Kommen wir nun zum Trinken. Heute gibt es zwar genug Wasser aber das meiste davon ist entweder Salzwasser oder durch Bakterien, Viren und Chemikalien verseucht. Hat man Wasser aus Quellen zu verfügung, sollte allerdings auch dies nicht ohne weiteres getrunken werden, denn auch dort können Verunreinigungen von z.B. toten Tieren enthalten sein. Wenn sie allerdings ausschließen können, dass keine Verunreinigungen vorhanden sind, wenn man z.B. direkt dort steht, wo das Quellwasser an die Oberfläche kommt, ist es natürlich geniesbar bzw. ohne Verunreinigungen. Am besten sie kochen es grundsätzlich ab oder filtern es zumindestenz. Auch stehendes Wasser ist zu meiden. Wenn das Wasser schnell fliest und dazu noch Blasen erzeugt, ist das ein Indiez darauf, dass es geniesbar ist. Ebenfalls weist ein sandiger Boden und Moosbewuchs an der Seite auf gutes Wasser hin. Im größten Notfall kann man auch nach Wasser graben. Suchen sie sich dazu eine dunkle, lehmige, mit starkem Pflanzenbewuchs oder im Schatten liegende Stellen. Aber auch in Senken, unter Wänden und in ausgetrockneten Flussbetten findet man häufig Wasser. Hat man Wasser gefunden, so sollte man erst etwas warten, damit sich die Segimente absätzen können. Danach sollte man das Wasser vor dem Trinken abkochen oder zumindest filtern.

Geht der Tag zu neige, muss ein passender Unterschlupf gesucht werden. Außerdem schadet ein Feuer nie. Ein Feuer bekommt man mit verschiedesten Methoden. Ob modernen Magnesiumstarte oder den klassischen Feuerbohrer, bei dem das Feuer mit Reibungshitze entfacht wird, alles bringt das gleiche Ergebnis. Beim Thema Unterschlupf sollten natürliche Gegebenheiten ausgenutzt werden wie z.B. ein Überhang oder eine Höhle (erst kontrollieren). Allternativ kann man sich auch ein Unterschlupf aus Ästen bzw. Zweigen bauen, die entsprechend dick übereinandergestapelt werden (mind. 20cm für eine isolierende Wirkung). Hat man eine Plane oder ähnliches kann man ebenfalls gute Unterschlüpfe bauen. Im Winter ist eine Schneehöhle oder ein Schneeloch die beste Wahl. Dazu sucht man als erstes lockeren Schnee. In diesem gräbt man erst 50 cm nach unten und dann so viel zur Seite, wie viel Platz sie benötigen. Es gilt: Je kleiner das Schneeloch desto höher die Temperatur in ihm. Selbst bei minus 25 Grad Celcius Außentemperatur, herrscht im Inneren mollige 0 Grad Celcius. Das Schneeloch wird zusätzlich überdacht. Hiebei sollte aber auf eine gute Belüftung geachtet werden.

Orientierungstipps:

Uhrmethode: Auf der Nordhalbkugel müssen Sie eine Uhr mit Zifferblatt, den Stundenzeiger auf die Sonne richten. Die Winkelhalbierende zwischen dem Stundenzeiger und der 12 zeigt nach Süden. Siehe Bilder. Auf der Südhalbkugel muss man die 12 auf die Sonne richten, dann befindet sich Norden in der Winkelhalbierenden zwischen der 12 und dem Stundenzeiger.

Sternmethode: In der Nacht, auf der Nordhalbkugel müssen sie die hintere Achse des großen Wagens um das Fünffache verlängern, dann finden Sie den Polarstern. Siehe Bilder. Auf der Südhalbkugel findet man das Sternbild "Kreuz des Südens". Verlängert man dessen längere Achse um ca. das viereinhalb fache Richtung des längeren Kreuzsegmentes und zieht dann eine Linie zum Horizont erhält man den geografischen Süden.

Ein wichtiger Aspekt ist: Sie wollen überleben! Geben sie niemals auf und glauben sie fest an sich!

Rechtliches: Alle Angabe wurden von mir nach besten Wissen gemacht. Trotzdem sind inhaltliche Fehler nicht auszuschließen. Eine Haftung des Autors, für Schäden die aus diesem Artikel entstanden sind bzw. Schäden die aus den praktischen Tipps entstanden sind, ist ausgeschlossen.

Fotos: Schematische Darstellung eines Scheeloches; Uhrmethode; Sternmethode.

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